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Ольга ЗОЛОТОКРЫЛЬЦЕВА

Ольга Золотокрыльцева

Поэт, член Союза писателей Украины. Лауреат городской литературной премии им. Л. Толстого. Лауреат ...

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Гидаят МУСАЕВ

Гидаят МУСАЕВ

Ветеран ВМФ СССР, участник боевых действий, полковник в отставке.

Проходил военную службу матросом-срочником на Северном флоте ...

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ВВЕРХ

Вступ до інтерпретації тексту

А. Карпусь, Т. Володіна. Вступ до інтепретації тексту

Авторы: А. Карпусь, Т. Володина
Жанр:  Учебное пособие (на немецком языке)
Издательство: «Дельта»
Город: Севастополь
Год: 2013

Проблемы лингвостилистики и интерпретации художественного текста в последние десятилетия занимают особое место в филологической науке и привлекают к себе пристальное внимание и интерес языковедов. Несмотря на появление большого количества работ, посвященных исследованиям в области лингвостилистики, проблема языка и стиля художественной литературы еще не получила однозначного освещения. Разногласия касаются самого предмета лингвостилистики, принципов, методов и основных теоретических предпосылок науки о языке художественного произведения. Изучение этих разногласий и обуславливают актуальность и цель предлагаемого пособия, предназначенного для студентов высших учебных заведений, изучающих немецкий язык.

Вступ до інтерпретації тексту / Укладачі: А.К. Карпусь, Т.С. Володіна. – Севастополь: Вид. центр «Дельта», 2013. – 168 с.

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От авторов-составителей

Wir reagieren auf Impulse, indem wir sie aufnehmen, interpretieren sie so, wie wir das Geschehene verstehen und handeln entsprechend. So deuten wir Mimik, Gestik, Tonfall und Lautstärke. Wir reagieren auf Handlungsweisen, fragen nach ihren Motiven und ziehen unsere Schlussfolgerungen. Wir fühlen uns an bestimmten Orten wohl, an anderen nicht. Wir hören eine bestimmte Musikrichtung oder einen Komponisten, Sänger etc. gerne, andere sagen uns nichts oder wir lehnen sie gar ab. Das heißt, dass wir ständig visuelle und/oder akustische Impulse verarbeiten und darauf Reaktion zeigen.

Die Frage ist nur, was löst die jeweilige Reaktion aus? Welche Impulse werden verwendet, um eine bestimmte Reaktion hervorzurufen?

Dies ist der erste Komplex, mit dem wir es bei Interpretation zu tun haben. Es ist die Frage nach den sprachlichen Mitteln und deren Funktion.

Der zweite Komplex ist die mittels Sprache geschaffene Realität. Indem wir ein reales Geschehen erzählen, schaffen wir es neu. Wir gewichten es, verändern es und wir passen es unseren Wünschen und Bedürfnissen an und wir versuchen mit unserer Erzählung den Zuhörer in unsere Erzählung einzubinden, ihm unser Erlebnis relevant zu machen und ihn zu beeinflussen.

Wir können sogar soweit gehen, eine Wunschvorstellung in unserer ‘Mitteilung’ Wirklichkeit werden zu lassen. So präsentieren wir uns in einer Bewerbung/einem Bewerbungsgespräch so, dass wir für unser Gegenüber interessant, kompetent, ideal und damit einstellungswürdig sind. Wir schaffen mittels Sprache ein Bild von uns, das wir – unbewusst oder bewusst – den von uns angenommenen Erwartungen des Kommunikation-spartners anpassen, d.h. wir erschaffen uns neu. Und der Adressat wird sich nicht fragen, was er erschaffen wollte, sondern er fragt sich, was er erschaffen hat. So ist auch in der Interpretation nicht das wichtig, was ich meine, dass es der Autor intendierte – dann interpretiere ich mich, meine Erwartung, mein Verständnis seiner Person, Lebensumstände, Zeit zunächst in ihn hinein und hole dies dann wieder aus dem Text heraus; was hingegen wichtig ist, ist das, was dasteht und was dieses für mich aussagt, welche Schlussfolgerungen, welche Realität sich daraus für mich ergibt. Der Autor kann dann bestenfalls dazu dienen, nach dem Warum zu fragen. So heißt die oberste Maxime: Es gilt das geschriebene Wort, nicht das, von dem wir annehmen, dass es gedacht oder eventuell intendiert wurde.

Jeder Text hat nur das Wort zur Verfügung. Zunächst sehen wir nichts, wir hören, fühlen nichts. Aber Wörter rufen bei uns bestimmte Assoziationen hervor, d.h, wir verbinden Wörter mit bestimmten Empfindungen, Erlebnissen, Erfahrungen. Die Bedeutung und Wirkung eines Wortes hängt aber nicht nur von unseren eigenen Erfahrungen ab, sondern auch von der Zeit, unserer Erziehung, dem Milieu, der Gruppe, die uns alle prägen.

Die Wirkung von Worten ist jedoch gleichzeitig gewaltig, da wir mit Worten Realität schaffen. Daher sind nicht nur die Analyse und Interpretation der Handlung, die Charakteristik der literarischen Personen und ihre Handlungsmotive wichtig, sondern auch die Untersuchung der Sprache, d.h. der verwendeten literarischen und sprachlichen Mittel.

Die vorliegende Unterrichtshilfe ist aus praktischer Erfahrung mit den Schwierigkeiten von Anfängern im Fach «Analytisches Lesen» erwachsen. Ihr Hauptzweck ist es, den Studenten die erste Orientierung in diesem Fach zu erleichtern oder zu ermöglichen. Viele Lehrer und Studenten wissen, dass die Analyse von Texten im Unterricht oft zu einer lustlosen Pflichtübung wird, und dafür gibt es seine Gründe.

Einer der Gründe ist es, dass viele Studenten noch in der Schulzeit im Muttersprachenunterricht gelernt haben, statt selber über einen Text nachzudenken, die Meinung des Lehrers zu übernehmen. Nun versuchen sie herauszuhören, welche Interpretation die des Lehrers ist, um sich der dann anzupassen. Ein anderer wichtiger Grund ist, dass es den Studenten oft an Informationen über Verfahrensweisen der Textinterpretation fehlt, auch an der Handhabung theoretischer Kenntnisse über literaturwissenschaftliche Grundbegriffe. Aber ohne Kenntnis der Theorie, die die Grundlagen der Textinterpretation formuliert, ist die Interpretation nicht zu betreiben. Nun liegt der Hauptzweck dieser Abhandlung in der Einführung in die Textinterpretation. Dank der thematisch angelegter Reihe von Arbeitsschritten und theoretisch orientierenden Ausführungen soll der Leser dieser Unterweisung befähigt werden, auf theoretisch reflektierter Grundlage selbständig mit literarischen Texten zu arbeiten. Hier wird versucht, Schwierigkeiten mit der Textinterpretation abzubauen, ohne vorzuschreiben, wie interpretiert werden muss und was das Ergebnis der Interpretation sein solle.

Unser Anliegen war es, nur grundlegende Verständnisvoraus-setzungen zu erläutern und allgemein gültige Hinweise und Ratschläge zur Interpretation zu geben, deshalb sind hier nur einige Beispiele für ausführliche Interpretationen konkreter Texte. Solche Interpretationen sind in vielen Lehrbüchern zu finden. Im Fach «Analytisches Lesen» wird, wie schon gesagt, die Interpretation literarischer Texte betrieben. Dieses Fach ist nicht zu unterschätzen, denn Literatur ist ein besonders konzentrierter Ausdruck menschlicher Erfahrungen. Der Umgang mit literarischen Texten verschafft uns Bekanntschaft mit anderen Kulturen, erweitert unseren Gesichtskreis, lässt uns die schöpferischen Kräfte einer Sprache erkennen, macht uns mit literarischen Gestaltungsprinzipien bekannt, entwickelt unser logisches Denken, und was für die Studenten der Fakultäten für Fremdsprachen von einer besonders großen Bedeutung ist: es weckt ein kreatives Sprachvermögen in der Fremdsprache, denn Interpretation ist eine Form des sprachlichen Handelns; sie ist eine analytisch agierende, auf Darstellung der Lese-Erfahrung und Verständigung mit anderen Lesern zielende Form der Lektüre. Im Rahmen des Faches «Analytisches Lesen» lernen die Studenten:

— den besonderen ästhetischen Charakter literarischer Werke erfassen,

— literarische Texte fachgerecht interpretieren können,

— erfassen, wie historische, soziale, politische, persönliche Bedin-gungen einerseits und Form und Gehalt andererseits Verständnis und Deutung eines Textes beeinflussen,

— einen Überblick über Epochen der Literaturgeschichte gewinnen,

— Möglichkeiten und Grenzen der Zuweisung literarischer Werke zu literaturgeschichtlichen Epochen und literarischen Gattungen einschätzen,

— fachspezifische Grundbegriffe und Verfahrensweisen kennen und anwenden.

Das Lesen von literarischen Texten ist eine spezifische Form der geistigen Arbeit. Wenn man genug Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt hat, kann Interpretation ein Abenteuer des Geistes werden, denn "so wie ein musikalisch Gebildeter eine Fuge besser versteht als ein Unerfahrener, dem sie eine Folge von Tönen bleibt, so versteht ein literarisch Gebildeter ein Dichtwerk besser, als einer, der es nur als Reiz erlebt“ (W. Kayser) .

Textinterpretation (lat. = Auslegung, Erklärung, Deutung) wird von verschiedenen Wissenschaftlern und Lehrern unterschiedlich betrachtet: manche verstehen darunter Erschließung des Sinnes eines Textes, andere meinen, dass es eine Untersuchung von formalen und inhaltlichen Aspekten des Textes ist, noch andere sehen in der Interpretation eine Kombination von drei Herangehensweisen an literarische Texte: Textanalyse, Texterschließung und Textinterpretation. Aus unserer Sicht passt die letztere Art der Textuntersuchung für die Ziele des Faches „Analytisches Lesen“ am besten.

Unter der Interpretation verstehen wir also jede systematische, verstehensorientierte Beschäftigung mit literarischen Texten. Aufgabe der Interpretation ist es in der Regel, den ästhetischen und kognitiven Gehalt eines Textes/Textfragments aus seinen formalen und stilistischen Eigenschaften unter der Berücksichtigung des so genannten Hinter-grundwissens (Informationen über den Verfasser, das intendierte Publikum und die geschichtliche Einbettung) zu erschließen. Dabei sind verschiedene Interpretationsansätze möglich: so gibt es werküberg-reifende produktion-sorientierte Interpretationsansätze, bei denen Textmerkmale auf biographische und individualpsychologische Aspekte des Autors oder auch auf historische, politische oder geistes- und literaturgeschichtliche Faktoren zurückgeführt werden, d.h. auf die Umstände der Textproduktion. Ihnen gegenüber stehen werkimmanente Interpretationsansätze, bei denen der zu interpretierende Text als autonom, aus sich heraus, ohne Rückgriff auf seine Produktion-sumstände untersucht wird; wichtig ist dabei die ästhetische Wirkung des Textes, die er auf den Leser ausübt; Hintergrundwissen über den Autor oder die Zeitumstände der Entstehung des Werkes spielen dabei keine große Rolle. Beide Interpretationsansätze haben ihre Berechtigung, wenn auch nicht jeder Text mit jedem Verfahren sinnvoll zu erschließen ist. Für Germanistikstudenten ist aus unserer Sicht das werkübergreifende Verfahren von größerer Bedeutung.

Interpretieren heißt in unserem Fall also: den Sinn eines literarischen Textes durch verstehende Auslegung erfassen. Die Aufgabe aller Interpretationen ist, in jedem einzelnen Fall zum Wesen der zu interpretierenden Dichtung als einem Kunstwerk der Sprache hinzuführen und es in allen seinen Teilen und als Ganzheit zu erschließen. Interpretieren ist ein auf das Dichterisch-Sprachliche gerichteter Prozess, der die schaffenden sprachlichen Kräfte und ihr Zusammenwirken bestimmen soll. Interpretieren ist begründendes Lesen, Bewusstmachen und Überprüfen der Wirkung des betreffenden Werkes als Ganzheit und sowohl der einzelnen Wesensmerkmale als auch derer organischen Zusammenspiels. Der Interpretierende muss sich von dem Text leiten lassen und versuchen, seine subjektive Textwahrnehmung anhand von formalen und sprachlichen Mitteln darzulegen. Interpretation ist Geleitetsein vom Wesen des Objektes. Die Fähigkeit des Erkennens des Wesens eines literarischen Textes wird ermöglicht durch die Bekanntschaft mit Literaturgeschichte und Wissenschaft. Erst das Vertrautsein mit den Erkenntnissen der Literaturwissenschaft gibt die Voraussetzungen zu haltbaren Erkennt-nissen am einzelnen Sprachkunstwerk. Dazu gehört zum Beispiel das Wissen um spezifische Eigenschaften der Gattung, der das zu interpretierende Werk angehört. Nur wenn man um das vielfach variierende Zusammenspiel von Formelementen der dichterischen Gattung und um sprachgestalterische Möglichkeiten, darstellende und vergegenwärtigende Mittel der Sprache weiß, kann man eine Interpretation wagen. Die Interpretation dichterischer Werke setzt also eine gewisse theo­retische Vorbereitung voraus, denn nur sie ermöglicht eine sachgemäße Erfassung literarischer Texte, ohne jedoch die kreativen und emotionalen Momente des Verstehens aufzuheben.

Die Interpretation eines literarischen Textes kann eine Reihe von Schritten umfassen, die im Prozess des Studiums angeeignet werden können. Um wertende Aussagen über einen literarischen Text zu machen und die persönliche Auseinandersetzung mit ihm zu bewältigen, muss man bestimmte Arbeitstechniken beherrschen, die dem Interpretierenden das Herangehen an den Text erleichtern. Unentbehrlich sind auch grundlegende literaturwissenschaftliche Kenntnisse.

 Об авторах

Доктор Альвина Карпусь окончила Государственный педагогический институт иностранных языков. После защиты диссертации в том же университете посвятила себя вопросам конфронтационного анализа немецко-русско-украинских лексические параллелей и лингвистической интерпретации текста. Является соавтором учебников «Deutsch für Fortgeschrittene» (1998) и «Немецкий для студентов 5-го курса» (2001) . В настоящее время преподает в Киевском национальном лингвистическом университете.

Д-р Татьяна Володина изучала немецкий и английский языка в Киевском национальном лингвистическом университете. В настоящее время работает в отделе немецких исследований в том же университете. Является автором учебника «Теоретические и практические лексикологии современного немецкого языка» (2012). Ее основные научные интересы  лежат в области лексикологии, семантики, словообразования, стилистики немецкого языка.

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